Mein Mann schläft nicht mehr mit mir

Mein Mann schläft nicht mehr mit mir

In langjährigen Beziehungen klagen viele Frauen über mangelnde sexuelle Aufmerksamkeit ihres Partners.

Welche Gründe es dafür gibt und wie sich das Problem lösen lässt, erfährst Du in diesem Artikel.

Willst Du etwas für guten Sex in Deiner Beziehung tun? Und vielleicht sogar „nebenbei“ ein großes Stück Intimität und Nähe gewinnen? Dann lies unbedingt weiter!

Kein Sex = Beziehungsrisiko

Was heißt es überhaupt, wenn in langjährigen Bezehungen der Sex fehlt? Daraus ergeben sich gleich mehrere Probleme:

Die eigene Lust bleibt unbefriedigt. Das sorgt für unangenehme Gefühle, von Wut bis Traurigkeit. Es wundert nicht, dass Gedanken an Fremdgehen aufkommen. Oh Schreck! Die Schuldgefühle und das schlechte Gewissen kommen dann direkt im Anschluss.

Du fühlst Dich zurückgewiesen. Darunter leidet das Selbstwertgefühl und beim Blick in den Spiegel fühlt man sich jedes mal unattraktiver. Dadurch beginnt ein Teufelskreis, weil das das Verführen des Partners natürlich nicht leichter macht.

Die Beziehung wird hinterfragt. Wenn der Partner kein sexuelles Interesse zeigt, kommt man leicht in Versuchung zu überlegen, ob etwas in der Beziehung nicht stimmt. Die Unzufriedenheit wächst und man überlegt schon mal, ob die Partnerwahl wohl eine Fehlentscheidung war.

Was können Gründe für mangelndes sexuelles Interesse sein?

Gründe bei sich selbst suchen. Fragst Du Dich vielleicht: Mache ich in meiner Beziehung etwas falsch? Oder: Findet er mich nicht mehr attraktiv genug?

Vielleicht befürchtest Du auch, dass Du nicht mehr geliebt wirst oder gar, dass der Partner eine Andere hat.

Gründe, die im Außen liegen, können zum Beispiel der Stress im Alltag oder im Job sein. Dies kann die Gedanken und Gefühle so in Anspruch nehmen, dass kein Verlangen nach Sexualität aufkommt.

Schlaflose Nächte wegen der Kinder kennen viele Paare. Die bleierne Müdigkeit lässt dann alle Lust verschwinden.

Dazu kommt noch das Gefühl, funktionieren zu müssen. Hinter dem Funktionieren müssen verbirgt sich auch leicht eine Versagensangst, die der Sexualität die Leichtigkeit raubt.

Körperliche Gründe können eine Rolle spielen, wenn der Partner kein sexuelles Interesse hat. So können verschiedene Arten von Medikamenten Auswirkungen auf die Libido haben.

Wenn der Hormonspiegel nicht ausgewogen ist, kann sich das ebenso negativ bemerkbar machen. Eine ärztliche Untersuchung der Hormonspiegel kann Klarheit

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Es lohnt sich nachzuforschen ob eine Depression vorliegt. Depressionen können Lustlosigkeit zur Folge haben. Allerdings können auch die Medikamente gegen Depressionen wahre Lustkiller sein.

Ein vermehrter Pornokonsum sollte als mögliche Ursache in Erwägung gezogen werden. In diesem Falle wird die Lust in der virtuellen Welt ausgelebt. Der reale Partner wird zunehmend uninteressanter.

Was tun bei sexuellem Desinteresse des Partners?

Da gibt es eine gute und eine schlecht Nachricht. Die schlechte Nachricht ist: Es gibt nicht das Allheilmittel. Die gute Nachricht ist: Ihr könnt als Paar viel tun.

Reden hilft

Offene Kommunikation ist die wichtigste Voraussetzung um eine Lösung zu finden. Ein offenes Gespräch mit dem Partner zu führen, bedeutet gegenseitiges Zuhören und Annehmen.

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Eigene Wünsche äußern bedeutet, seine Bedürfnissen zu offenbaren. Das ist manchmal gar nicht so einfach ohne anklagend zu wirken. “Liebling, ich hätte gerne…”

Ich-Botschaften sind dafür die beste Wahl. Sprich von Dir selbst, davon, wie es Dir geht und was Deine Wünsche sind. Wenn Deine Worte authentisch von Dir geäußert werden, können sie vom Partner auch aufgenommen werden ohne dass er sich angegriffen fühlt.

hier zwei Beispiele:

No go:

“Nie willst du mit mir schlafen. Wenn sich das nicht ändert wirst du schon sehen, was du davon hast.”

Besser:

“Liebling, ich habe verstanden, dass du nicht mit mir schlafen magst. Ich habe aber große Lust auf Sex. Deshalb möchte ich mit dir darüber sprechen und Möglichkeiten finden, mit denen wir beide zufrieden sind.”

Trau Dir selbst

Dafür ist es wichtig ein besseres Selbstwertgefühl zu bekommen. Ja, es ist sicher wichtig, auf den Partner einzugehen. Es ist aber auch genau so wichtig, sich selbst ernst zu nehmen.

Was auch immer in Deiner Partnerschaft passiert, unendliche Selbstzweifel helfen nicht weiter. Als Frauen haben wir gefühlt ein extra Gen für Selbstzweifel mitbekommen. Das gilt es, in eigene Wertschätzung umzuwandeln.

Schließe Dich einer Frauengruppe an, in der Du auch sexuelle Probleme ansprechen kannst. Es ist so wertvoll, wenn wir erkennen, dass wir mit unseren Sorgen nicht alleine sind.

Problem angehen und sich dem Thema mit Mut und Beherztheit stellen. Es hilft nichts, die Probleme unter den Teppich zu kehren. Das kann das Problem auf Dauer nur verschlimmern.

Wenn Du hörst, was Dein Partner Dir zu sagen hat und Du selbst Deine Wünsche äußerst, könnt ihr erforschen, was euer nächster Schritt sein kann.

Mit einem Arztbesuch können körperliche Probleme erkannt werden. Es ist vielen Menschen nicht klar, wie unsere körperliche Verfassung mit unserer Libido zusammenhängt.

Körperliche Probleme angehen

Wenn bei einem dieser Gespräche körperliche Probleme angesprochen werden, kannst Du Deinen Partner ermuntern, einen Arzt aufzusuchen. Vielleicht weiß er gar nicht, was alles möglich ist, um ihm zu helfen.

Ein wenig Fitness lässt die Stimmung steigen und wirkt sich positiv auf die Hormonlage aus. Es muss nicht gleich aus einem Couchpotato ein Leistungssportler werden.

Schon zwei – dreimal pro Woche eine Sporteinheit die Spaß macht, kann das körperliche Wohlbefinden enorm steigen. Mit dem neuen Körpergefühl steigt dann auch die sexuelle Lust.

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Offenheit für Neues

Sei aufgeschlossen für Neues. In den Gesprächen über eure Partnerschaft kann durchaus herauskommen, dass ihr beide unterschiedliche sexuelle Wünsche habt.

Hier heißt es erst mal anhören, sacken lassen und dann überprüfen ob man sich neuen Dingen öffnen kann und mag.

Wenn Du mit alledem nicht weiter kommst, dann lass den Kopf nicht hängen. Eine qualifizierte Paarberatung kann euch aus dem Tief herausholen und Klarheit schaffen.

Mein Name ist Iris Baumann und ich arbeite als Sexualberaterin. Auf diesem Blog schreibe ich über Partnerschaft, Weiblichkeit und Sexualität in der zweiten Lebenshälfte. Mehr über mich hier.

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