Wenn du mich wirklich lieben würdest, dann wüsstest du …

Wenn du mich liebst

Wie wir Liebe senden und empfangen

Bei vielen Paaren kommt es immer wieder zu Missverständnissen, weil sie auf unterschiedlichen Sinneskanälen Zuwendung und Liebe schenken.

Daher ist es sehr wichtig zu wissen, welchen Sinneskanal ich selbst und welchen Sinneskanal mein Partner bevorzugt nutzen.

Auf welchem Kanal sendest Du?

Nun, niemand nutzt ausschließlich einen Sinneskanal. Aber jeder von uns hat eben einen, den er bevorzugt. Welcher das ist, kann man gut herausfinden, indem man sich selbst beobachtet.

Du kannst Dich fragen: Was ist mir wichtig? Wie drücke ich meine Zuneigung am liebsten aus? Dann kommst Du schnell dahinter, auf welchem Kanal Du gerne sendest.

Stell Dir einmal vor, jemand macht Dir einen Vorschlag. Was ist Deine bevorzugte Wortwahl, wenn Du antwortest?

  1. Ja, das sieht gut aus.
  2. Das fühlt sich gut an.
  3. Das hört sich prima an.

Wenn Du Dich für a. entschieden hast, benutzt Du eher den visuellen Kanal. Bei Antwort b. benutzt Du den kinästhetischen und bei Antwort c. den auditiven Kanal.

Schau doch mal, welche der Beschreibungen am besten zu Dir passt:

Sehen (visuell):

Menschen mit einem ausgeprägten visuellen Sinneskanal geben sich Mühe, ihre Wohnung schön zu gestalten, achten auf elegante Kleidung und geben sich Mühe mit der Tischdekoration.

Sie wollen mit ästhetischen Mitteln ihre Zuneigung zum Ausdruck bringen, weil es in ihren Augen das Beste ist, was sie zu geben haben. Gerne verteilen sie geschriebene Liebesbotschaften, die ihr Partner an verschiedenen Orten der Wohnung finden.

Fühlen (kinästhetisch):

Eine Person, die über den kinästhetischen Sinneskanal kommuniziert, wird einen Pullover, der zwar schön aussieht, sich aber nicht gut anfühlt, nicht für sich kaufen.

Für den Fühl-Typ spielen Körperempfindungen die Hauptrolle und so drücken sie ihre Liebe durch viel Nähe und Körperkontakt aus.

Diese Menschen fühlen sich mehr geliebt und angenommen, wenn man sie in den Arm nimmt und streichelt, als wenn man ihnen poetische Liebeserklärungen macht.

Hören (auditiv):

Auditiv orientierte Menschen verlangen wiederum nach solchen poetischen Liebesbezeugungen. Bei ihnen dreht sich alles um das Hören.

Sie fühlen sich nur geliebt, wenn man ihnen das auch sagt, sonst glauben sie es nicht. Da hilft es auch nicht, sie zärtlich zu streicheln oder die Wohnung besonders schön zu dekorieren.

Das Problem

Wer auf einem bestimmten Kanal sendet, erwartet logischerweise auch auf diesem Kanal eine Rückmeldung. Wenn beide Partner auf dem gleichen Kanal senden und empfangen, gibt es kaum Probleme.

Schwierig wird es, wenn Du und Dein Partner auf unterschiedlichen Kanälen kommunizieren und aneinander vorbeisenden.

Wenn Du darauf achtest, wirst Du im Alltag jedoch schnell dahinterkommen, ob Dein Partner eher visuell, auditiv oder kinästhetisch orientiert ist.

Wichtig zu verstehen:

Keiner der Kanäle ist besser oder schlechter als die anderen. Die Bevorzugung eines Kanals ist auch keine bewusste Entscheidung im Erwachsenenalter.

Sie wurde bereits in unserer frühen Kindheit geprägt und ist für uns selbst und die Person, die vor uns steht, nicht veränderbar.

Es hilft jedoch, Missverständnisse und Enttäuschungen zu vermeiden, wenn man lernt und akzeptiert, dass der andere sich möglicherweise anders ausdrückt und empfindet als man selbst.

Wie beim Anwenden einer Fremdsprache kannst Du Vertrauen und Harmonie herstellen, wenn Du Deine Zuneigung in der Sprache Deines Partners ausdrückst.

Umgekehrt kannst Du in der Sprache Deines Partners auch Deine Wünsche und Bedürfnisse mitteilen und so mehr Zufriedenheit in der Partnerschaft erreichen.

Bis zum nächsten Mal – es grüßt Dich

Deine Iris Baumann

Mein Name ist Iris Baumann und ich arbeite als Sexualberaterin. Auf diesem Blog schreibe ich über Partnerschaft, Weiblichkeit und Sexualität in der zweiten Lebenshälfte. Mehr über mich hier.

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